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Vor- und Nachteile

Noch nie waren die Chancen so groß einen Handwerksbetrieb zu übernehmen, denn etwa 250.000 Handwerksbetriebe suchen bundesweit in den nächsten Jahren eine/n Nachfolger/in. Jungen Handwerksmeisterinnen und -meistern bieten sich deshalb gute Gelegenheiten, durch die Übernahme eines Betriebes eine eigene Existenz aufzubauen.

Die Unternehmensnachfolge als Chance

Die Praxis zeigt, dass eine Betriebsübernahme im Handwerk oft die bessere Alternative zur Neugründung ist. Kunden, Mitarbeitende und Umsatz müssen nicht erst von Null an gewonnen werden.

Nichtsdestotrotz bedarf gerade die Betriebsübernahme einer intensiven und sorgfältigen Vorbereitung, bei der Sie ohne Expertise von außen nur schwer auskommen.

Nutzen Sie als daher gerne das kostenfreie Beratungsangebot der Handwerkskammern.

Die Vorteile einer Betriebsübernahme

  • Die häufig mühsame Startphase einer Neugründung entfällt
  • Ein Kundenstamm ist bereits vorhanden
  • Ein eingearbeitetes Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
  • Zweckentsprechende (Werkstatt-)Räume und ein komplett vorhandenes Betriebsinventar
  • Bekanntheitsgrad, Ruf und das Image des Betriebes
  • Ein fest kalkulierbarer Kaufpreis
  • Die Unterstützung durch den Vorgänger/ die Vorgängerin
  • Eine stufenweise Betriebsübernahme ist möglich
  • Vorhandene Kontakte zu Banken, Lieferanten und Kunden
  • Auch Betriebsübernahmen können mit öffentlichen Finanzhilfen gefördert werden
  • Wirtschaftliche Verhältnisse können nahezu exakt beurteilt werden

Mögliche Nachteile einer Betriebsübernahme

  • Der Betrieb ist zu stark vom/n der Inhaber/in geprägt
  • Ein hoher Kaufpreis bzw. eine hohe Pacht oder Miete und dadurch ein höheres Unternehmerrisiko
  • Die gesetzliche Verpflichtung zur Übernahme aller bestehenden Arbeitsverhältnisse
  • Mitarbeitende, die den neuen Inhaber/die neue Inhaberin nicht akzeptieren oder die nicht ausreichend qualifiziert sind
  • Veraltete Maschinen oder eine veraltete Einrichtung; sogenannter Investitionsstau
  • Kundinnen oder Kunden, die sich „nicht verkaufen lassen" und die Geschäftsbeziehung mit dem/r Nachfolgenden nicht fortsetzen
  • Verkrustete Strukturen, die selbst kleinste Veränderungen zu Pionieraufgaben werden lassen
  • Fehlende baurechtliche und planungsrechtliche Voraussetzungen zur Erweiterung des Betriebes
  • Haftung für betriebsbedingte Steuern, Gewährleistungen und betriebliche Verbindlichkeiten

Lassen Sie sich im Zweifel von Betriebsberater/innen Ihrer Handwerkskammer intensiv über das Für und Wider beraten.

Die Beratung der baden-württembergischen Handwerkskammern ist gefördert, wodurch Sie für Übergebende und Übernehmende bis zu einem bestimmten Fördervolumen kostenlos ist.

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