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Persönlichkeit im Handwerk


Ulrich Bäuerle, Sattlerei Bäuerle, Überlingen

Persönlichkeit im Handwerk 05/2014

15.05.2014

Kontaktdaten: Reitsport – Sattlerei Bäuerle, Abigstr. 7, 88662 Überlingen - Ulrich Bäuerle

Branche: Handwerk - Leder

Gründungs- / Übernahmedatum: 15.11.2013

Mitarbeiterzahl: 0

Produkt- und Leistungsangebot: Sattelanpassung – Umpolstern – Sattelreparatur und Sattelumbau – Sonderanfertigungen von Zäumen und Halftern – Jagdutensilien – Hundesport – Verkleiden und Überspannen von Handläufen und Möbeln – Reparatur von Reitstiefeln

Besonderheiten der Geschäftsidee: Durch meinen Beruf trage ich zur Gesundheit der Pferde und deren Wohlbefinden bei. Des Weiteren kann ich den Naturwerkstoff - Leder in originellen Designs - in reiner Handarbeit nach Kundenwunsch oder eigener Kreativität in Form bringen. Sämtliche von mir hergestellte Lederwaren sind Unikate.

Kunden: Reiter, Hunde-Liebhaber, Jäger aber auch die Oma aus der Stadt mit ihrer kaputten Ledertasche

Lebenslauf / Qualifikation: Durch meinen ersten erlernten und jahrelang praktizierten Beruf Schlosser, ist es mir möglich, Umbauten und Reparaturen an Satteln vorzunehmen, die ein Sattler so nicht lernt. Während meiner Umschulung zum Sattler bei der Fa. Reitsport – Max Benz in München mit Tradition und Erfahrung aus über 130 Jahren - habe ich das traditionelle Handwerk des Reitsport-Sattlers gelernt.

Geplante Geschäftsentwicklung: Momentan bin ich in Teilzeit in der Meister-Ausbildung, danach werde ich meinen ersten Lehrling ausbilden und das Wissen des traditionellen Sattlerhandwerks an die nächsten Generationen weitergeben.

Netzwerke: Stallfrei.de / Facebook: Sattler-vom-see

Interview:

Was war für Sie die Motivation zur Selbständigkeit?

So wie ich mich in jeden Betrieb einbrachte, hatte jeder Chef oder auch Vorgesetzte nur Vorteile. Durch mein eigenverantwortliches Tun und Handeln, immer kunden- und betriebsorientiertes Arbeiten, flexibel in Arbeitszeiten und Orten, war ich für jeden Betrieb eine Bereicherung. Da habe ich festgestellt, dass ich das auch für mich selber kann.

Was ist Ihre Geschäftsidee?

Meine Geschäftsidee war, nach Feststellung eines Mangels an Reitsportsattlern in unserer Region, zum Teil mit Monopol-Verhalten, eine kundenorientierte Sattlerei, mit Schwerpunkt Reitsport, in der das Pferd und der Kunde im Vordergrund stehen, zu eröffnen.

Was waren die wichtigsten Schritte auf dem Weg zur Selbständigkeit?

Die Suche und das Finden des richtigen Ausbildungs – bzw. in meinem Fall des richtigen Umschulungsbetriebs war ein wichtiger Schritt, genauso die Unterstützung  und die Rückendeckung meiner Familie waren von ganz großer Bedeutung und Wichtigkeit für meine Entscheidungen.

Welche Hürden empfanden Sie bei Ihrer Betriebsübernahme als besonders hoch?

Das Finden der passenden Räumlichkeit für meine Werkstatt war schwieriger als erwartet. Kurz vor Eröffnung wurde mir eine fest zugesagte Werkstatt wieder abgesagt, womit es dann echt schwierig war, etwas Passendes zu finden. Die Finanzen waren und sind immer noch eine der größten Hürden.

Konnten Sie aus Ihrer Tätigkeit im Angestelltenverhältnis Tipps/ Hinweise in die Selbständigkeit übernehmen?

Im Bezug auf die Selbständigkeit konnte ich nichts mitnehmen. Aber in Sachen Fertigung und Verarbeitung habe ich mehr mitbekommen als viele Sattler in anderen Betrieben.

Welche Philosophie/welches Motto begleitet Sie durch Ihren Alltag?

Durch meinen Beruf und mein Handwerk kann ich vielen Kunden helfen, dass ihre Pferde williger und freudiger unterm Sattel gehen und somit ihre Besitzer mehr Spaß am Reiten haben. Wenn die Pferde gesund sind, geht's Allen gut.

Was sehen Sie als größte Stärke Ihres Unternehmens?

Mein handwerkliches Können und Geschick sowie meine Flexibilität in der Verarbeitung des Naturwerkstoffes Leder in vielerlei Hinsicht.

Welche Visionen/Ziele haben Sie?

Momentan mache ich in Teilzeit den Sattlermeister - mit dem Hintergrund, Lehrlinge auszubilden, um mir meine späteren Mitarbeiter selber zu ziehen. Mit dem von mir übermittelten Wissen sind sie besser gestellt als in den meisten anderen Betrieben.

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