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Denis Arifov Friseurmeister, Barbershop, Offenburg

Erfolgreich im Handwerk

15.11.2013

Kontaktdaten:
Barbershop
Okenstraße 75
77652 Offenburg
Tel: 0781 20550956
Mobil: 0176 70903770
Web: www.barbershop.de

Branche: Friseur

Gründungsdatum: 01.07.2012

Team: Denis Arifov, eine Angestellte und ein Auszubildender

Produkt- und Leistungsangebot: Trendfrisuren für junge Leute. Zielgruppe Hip-Hopper, Hipster und Trendsetter

Besonderheiten der Geschäftsidee:
Der "Shop" von Herrn Arifov ist Friseurladen, Kultstätte und Anlaufstelle für alle Szenegänger in der Stadt – ein Friseurladen der alten Schule mit den neusten Trend aus Amerika, England, Italien und der Türkei.

Lebenslauf Gründer:
Denis Arifov hat direkt nach Seiner Gesellenprüfung zum Friseur den Meistertitel für diesen Beruf erworben. Bis 2012 arbeitet er in seinem Ausbildungsbetrieb in Lahr.  Eine Besonderheit ist, dass Herr Arifov regelmäßig Hipp-Hopp-Veranstaltungen in der Ortenau organisiert. Break-Dance-Battles stehen neben der Musik im Zentrum eines solchen Events. Ein Engagement, dass voll und ganz zu Herrn Arifov und seinem Barbershop passt. Hier ist alles echt oder authentisch wie neuerdings gesagt wird.
Staus Quo. Vollauslastung bis Überlastung aber alles mit Spaß und Freude.

Geplante Geschäftsentwicklung: Konsolidierung auf hohem Niveau

Netzwerke: Handwerkskammer

Interview:

„Mit Vertrauen und Selbstvertrauen an den Start“

Denis Arifov gründet Mitte 2012 In Offenburg das Friseurgeschäft „Barbershop“. „Mit Vertrauen und Selbstvertrauen gelang mir ein blendender Start“ so Denis Arifov.
Was verstehen Sie unter genau darunter wenn Sie sagen „Mit Vertrauen und Selbstvertrauen gelang mir ein blendender Start“?

Ich habe in meiner Kindheit gelernt gewisse Dinge anderen zu überlassen, die es schlicht besser wissen als ich. Nichts desto trotz vertraue ich aber auch immer meiner eigenen Stärke. Das hat sich bis heute nicht verändert - heute sind es die Fachleute, die mich beim Start in dies Selbständigkeit unterstützt haben. Aber nie hat mich meine Zuversicht oder auch mein Selbstvertrauen verlassen. Ich hatte immer die Kontrolle.

Hat diese Einstellung Ihnen den Start erleichtert?

Auf alle Fälle. Ich wusste schon immer, dass ich es kann. Ich wusste aber auch, dass ich nicht alles kann. In einer arbeitsteiligen Welt macht es auch Sinn, sich auf Experten zu verlassen – aber das muss man auch können, sich auf andere verlassen. Man muss Vertrauen aufbauen können. Mit dieser Einststellung habe ich auch immer gleich Unterstützer gewinnen können. Angefangen bei den Betriebsberatern der Handwerkskammer Freiburg, über die Fachleute von der L-Bank und Bürgschaftsbank bis hin zu meiner Bank vor Ort – alle hatte ich schnell auf meiner Seite.

Was sehen Sie als größte Stärke Ihres Unternehmens?

Wir sind schlicht authentisch. Wir sind echt. Bei uns gibt es kein SchiSchi. Wir haben Stil. Bei uns gibt es Kult(ur). Wir lieben unseren Job. Das ist auch die Botschaft des Hipp-Hopps. Wir sind das, was ein Friseur schon immer war – einen Mischung aus Barbier, Psychologie, Politik, Herz, Schmerz, Szene und Rock and Roll. Und das ist alles in der Summe unserer Barbershop.

Was waren die wichtigsten Schritte auf dem Weg zur Selbständigkeit?

Handwerk hat einen Vorteil: wenn man dabei bleibt macht man automatisch alles richtig. Von der Lehre angefangen mit der dualen Ausbildung in der Schule und im Betrieb, über die Lehre bis hin zur Meisterschule, wo man den zwingend notwendigen kaufmännischen Feinschliff für die Selbstständigkeit verpasst bekommt. Der Rest war Durchsetzungsvermögen, Zielstrebigkeit und Wille. Dinge, ohne die es in der Selbständigkeit ohnehin nicht geht.

Welche Hürden empfanden Sie bei Ihrer Betriebsgründung als besonders hoch und was würden Sie jetzt anders machen?

Nun gut, Hürden waren es eigentlich nicht. Aber sie kennen sicherlich noch das alte Malefizspiel, wo Sie kleine weiße Steine aus dem Weg räumen müssen und der Gegner sie Ihnen wieder vor die Nase stellt. So habe ich mich zum Teil auch gefühlt. Hat man das eine abgearbeitet, steht das nächste schon vor der Tür. Fördermittelantrag, Gründungszuschuss, Bauordnungsamt, Umbau, Handwerker, Krankenversicherung, Handwerkerpflichtversicherung, Kammerbeitragbefreiungsantrag etc. etc. – aber man gewöhnt sich an alles. Und in der Summe hat es mir immer Spaß gemacht. Also keine Hürden sondern nur Herausforderungen.

Haben Sie im Gründungsprozess externe Unterstützung in Anspruch genommen?

Ja, klar habe ich das. Ich hab schon gesagt, dass ich dankbar jede Hilfe in Anspruch genommen habe. Und meine jetzigen Erfahrungen gebe ich auch gerne an die nächsten Gründer weiter. So schickt mir Herr Saier von der Handwerkskammer Freiburg regelmäßig gründungswillige Friseurmeisterinnen vorbei, damit diese mal einen O-Ton zu hören bekommen.

Welchen Hinweis möchten Sie Neugründern mitgeben?

Informieren, knallhart kalkulieren und dann durchziehen. Zaudern, verzagen und sich nicht wagen bringt nur Frust. Soweit ich das beurteilen kann hält sich das Risiko in vielen Branchen auch in Grenzen. Und einen Tipp habe ich doch: Bei allem was sie tun sollten Sie sich sagen „mein Geld, meine Zeit, mein Leben!“ So landet der Lohn Ihrer Arbeit auch auf Ihrem Konto.  

Herr Arifov wir danken Ihnen für dieses Interview und wünschen Ihnen und Ihrem Unternehmen alles Gute und weiterhin viel Erfolg!

Das Interview führte die Handwerkskammer Freiburg.

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