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Wissens-ABC

 

Eine eigene Webseite ist heutzutage für Unternehmen ein absolutes Muss. Potentielle Kunden informieren sich im Vorfeld meist im Internet über einen Betrieb. Dabei muss nicht jeder Auftritt übermäßig aufwändig sein. Wichtig ist in erster Linie überhaupt präsent zu sein und dabei ein authentisches, positives Bild Ihres Unternehmens zu vermitteln.

Je nach Budget und eigener Affinität zum Umgang mit Rechner und Internet können Sie die Webseite selbst erstellen, oder mit einer Agentur zusammenarbeiten. Die gedankliche Vorarbeit, die Entwicklung der Struktur und die Zusammenstellung von Inhalten, Bildern und Texten liegen in beiden Fällen in Ihren Händen. Schätzen Sie realistisch ein, ob Sie zusätzlich die Zeit und Energie für die technische Umsetzung aufbringen können. Wir empfehlen in den meisten Fällen die Zusammenarbeit mit einer Agentur.

Falls Sie sich dazu entscheiden, die Umsetzung selbst in Angriff zu nehmen, finden Sie hier Links zu verschiedenen Baukastenlösungen.
https://www.homepage-baukasten-testsieger.de/vergleich/tarifrechner/
https://trusted.de/homepage-baukasten
http://www.homepagetestsieger.de/top
https://www.websitetooltester.com/homepage-baukasten-test/

Die wichtigsten Punkte für Ihre Webseite:

Eine Webseite sollte grundsätzlich klar, übersichtlich und informativ gestaltet werden. Um die Gratwanderung zwischen Überfrachtung und Anspruchslosigkeit zu meistern, hilft sowohl inhaltlich als auch gestalterisch oft der Grundsatz „Weniger ist mehr".

Startseite

  • Die Startseite ist der Einstiegspunkt auf Ihre Webseite. Hier haben Sie ca. 10 Sekunden Zeit den Besucher zu überzeugen, dass er die gewünschte Information bei Ihnen findet. Zeigen Sie die grundlegenden Punkte deshalb kurz und anschaulich auf der Startseite.

Struktur und Navigation

  • Der Besucher erwartet bestimmte Elemente an bestimmten Stellen der Webseite. Oben links befindet sich meist das Logo, das direkt mit der Startseite verlinkt ist. Die Suchfunktion befindet sich oben rechts, und die Navigationsleiste oben waagrecht oder links senkrecht. Bedienen Sie diese Erwartungshaltung wo möglich, sie erleichtert dem Benutzer die Bedienung.
  • Es ist wichtig Ihr Angebot detailliert und umfassend darzustellen. Erschlagen Sie den Betrachter jedoch nicht mit zu viel Information auf einer Seite. Gliedern Sie wenn nötig die Inhalte in mehrere Ebenen mit fortschreitender Informationstiefe. So hat der Besucher selbst die Wahl, wie genau er in das Thema einsteigen möchte. Orientieren Sie sich an der Standard-Struktur einer Handwerkerwebseite.
  • Geben Sie wichtigen Punkten einen eigenen Platz im Hauptmenü. Sind Sie beispielsweise dringend auf der Suche nach Mitarbeitern, verstecken Sie „offene Stellen" nicht hinter dem Hauptpunkt „Unternehmen". Als extra Rubrik im Hauptmenü wird der Besucher leichter darauf aufmerksam.
  • Das Standard-Layout einer Webseite beinhaltet neben dem Inhalts-Bereich, der je nach Menüpunkt die verschiedenen Unterseiten anzeigt, einen unveränderlichen Kopf- und Fuß-Bereich. Diese beiden Bereiche werden auf jeder Seite identisch angezeigt.
    • Im Fußbereich können Sie Informationen dezent unterbringen. Platzieren Sie hier beispielsweise die Adresse und einen Link zum Impressum.
    • Im Kopfbereich hat das Logo meist oben links seinen Platz. Auch Telefonnummer und Suchfunktion sind für diesen Bereich prädestiniert.

Kontaktmöglichkeiten

  • Platzieren Sie die Kontaktdaten und gegebenenfalls die Öffnungszeiten in einem festgelegten Bereich, der auf jeder Seite angezeigt wird.
  • Bieten Sie dem Kunden verschiedene Möglichkeiten an, mit Ihnen in Kontakt zu treten. Der eine bevorzugt das Telefon, der andere schreibt lieber E-Mails.

Inhalte

  • Eine Vorstellung Ihres Unternehmens und der Personen dahinter schafft beim Kunden Vertrauen. Es ist üblich, das Team und die Räumlichkeiten mit Einzel- und / oder Gruppenbildern vorzustellen. Ergänzen Sie Informationen über die Geschichte des Unternehmens und eine Firmenphilosophie.
  • Neben Ihrem Unternehmen sollten Sie Ihre Leistungen und Ihr Angebot präsentieren. Zeigen Sie den Kunden die herausragenden Besonderheiten Ihres Unternehmens. Denken Sie jedoch auch daran, für Sie selbstverständliche Bereiche darzustellen. Manchem Besucher fehlt das erforderliche Grundwissen, um speziellen Themen Ihres Fachgebiets zu folgen.
  • Achten Sie darauf, Impressum und Datenschutzerklärungen anzugeben. Das Impressum kann im Hauptmenü platziert werden, etwas dezenter ist es jedoch im Fußbereich untergebracht.
  • Informieren Sie sich regelmäßig über rechtliche Vorgaben im Internet.

Visuelle Gestaltung

  • Die Webseite sollte sich in das Erscheinungsbild des Unternehmens einfügen. Integrieren Sie neben dem Logo auch die Firmenfarbe- und Schriftart.
  • Setzen Sie Bilder und Grafiken gezielt und überlegt ein. Sie erfüllen verschiedene Funktionen: Einerseits präsentieren sie Ihr Angebot oder Ihr Unternehmen. Bilder dienen aber auch dazu, emotionale Botschaften zu vermitteln. Bewusst als Blickpunkt eingesetzt, ziehen sie Aufmerksamkeit auf sich.
  • Beachten Sie unbedingt die Bildrechte. Auch bei selbst erstellten Fotos können Rechte eine Rolle spielen. Die Bildrechte an Gebäuden müssen beispielsweise mit dem Bauherrn / Architekten geklärt werden. Bei Veröffentlichung von Mitarbeiterbildern sollten Sie sich eine Einverständniserklärung unterschreiben lassen.
  • Setzen Sie Bilder von Bilddatenbanken ein, wenn Ihnen nicht genug eigenes Bildmaterial zur Verfügung steht. Hier können Sie gezielt nach Bildern mit einer bestimmten Aussage suchen. Sie werden relativ kostengünstig oder sogar kostenfrei zur Verfügung gestellt. Überprüfen Sie unbedingt die Nutzungsbedingungen und Lizenzangaben!

Beispiele für Bilddatenbanken:

https://de.fotolia.com/
http://www.istockphoto.com/de
https://www.shutterstock.com/de/
https://www.photocase.de/
https://pixabay.com/

  • Gestalten Sie Ihre Texte so, dass sie gut zu lesen und auch optisch einfach zu erfassen sind. Das bringt Ihnen auch Pluspunkte bei der Suchmaschinenoptimierung.

Suchmaschinenoptimierung SEO

Die beste Website ist nichts wert, wenn sie nicht gefunden wird. Internetnutzer suchen Inhalte, Produkte oder Unternehmen meist mit Hilfe einer Suchmaschine. Durch die Suchmaschinen-optimierung soll eine Website einen möglichst hohen Platz im Ranking erzielen, um ins Blickfeld der Internetznutzer zu gelangen.
Suchmaschinenoptimierung – engl.: Search Engine Optimization, kurz SEO - ist ein komplexes Thema. Die Algorithmen der Suchmaschinen werden laufend geändert, dadurch müssen auch die Optimierungsmaßnahmen immer wieder angepasst werden. Die Suchmaschinenbetreiber wissen als einzige genau, wie Suchmaschinen funktionieren. Da Google in Deutschland Marktführer ist, bedeutet SEO hierzulande hauptsächlich, die Vorgaben von Google zu beachten.

Tipps zur Suchmaschinenoptimierung

Inhalte/Texte

  • Bieten Sie einzigartige, zielgruppenrelevante Themen an. Kopieren Sie Ihre Inhalte auf keinen Fall von Wettbewerbern. „Unique Content“ von echtem Interesse ist gefragt.
  • Überschriften wie „Willkommen auf unserer Homepage“ sind wenig aussagekräftig und austauschbar. Vermeiden Sie solche Floskeln.
  • Texte auf der Website sollten gut strukturiert, gut lesbar und aussagekräftig sein.

Keywords

  • Verwenden Sie die wichtigsten Schlüsselwörter, die sogenannten Keywords sowohl in Überschriften als auch in Texten.
  • Jeder geschäftsrelevante Suchbegriff (Keyword) sollte auf der Website eine eigene Seite haben.
  • Analysieren und aktualisieren Sie diese Schüsselwörter regelmäßig.

Struktur

  • Legen Sie die Struktur und die Navigation Ihrer Website möglichst einfach an. Beachten Sie die Überschriften-Hierarchie H1, H2, H3… Damit steigern Sie auch die Benutzerfreundlichkeit.
  • Optimieren Sie Ihre Seite durch Responsive Design für mobile Endgeräte wie Tablet oder Smartphone.

Bilder

  • Geben Sie Bildern kurze, beschreibende Dateinamen.
  • Geben Sie Bildern einen Alternativtext (alt-Attribut), der bei Ladeproblemen angezeigt, oder bei Verwendung von Bildschirmlesegeräten vorgelesen wird. (Barrierefreiheit)

Verlinkungen

  • Bauen Sie über Branchenverzeichnisse, soziale Netzwerke und Partner-Websites sogenannte Backlinks auf. Das sind Links auf fremden Websites, die auf Ihre Seite führen. Hier ist Qualität wichtiger als Quantität.
  • Verlinken Sie Ihre Seite intern zu weiterführenden Inhalten, indem Sie innerhalb der Texte „Anker“ setzen. Nicht „hier klicken“ sondern beschreibende Begriffe direkt verlinken.

Google Tools

  • Legen Sie ein Google Unternehmensprofil an und benutzen Sie die kostenlosen Werkzeuge der Firma Google wie bspw. Google Analytics.

 

 
 

Quelle: Handwerkskammer Ulm

 

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