Persönlichkeit im Handwerk


Paraskevi Hachtel, Malerwerkstatt Hachtel in Straubenhardt

Persönlichkeit im Handwerk 05/2019

24.05.2019

Das Profil der Kandidatin:

Malerwerkstatt Hachtel
Paraskevi Hachtel

 

Branche:

Maler- und Lackiererhandwerk

Lebenslauf / Qualifikation:

Ich habe mich vor 16 Jahren selbständig gemacht, weil ich es nicht ertragen habe, dass man sehenden Auges durch falsches Material die Bausubstanz schädigt. Am Anfang standen die Gestaltungen im Vordergrund. Es hat sich dann aber herausgestellt, dass eine Gestaltung nur so gut sein kann, wie es der Untergrund hergibt. Daraufhin haben wir angefangen, unsere Untergründe selber aufzubauen. Der Schwerpunkt lag dann immer mehr auf dem handwerklichen Aspekt, bald waren die ersten Fassaden gemacht. Ein Betrieb, der so arbeitet wie wir, wächst natürlich sehr langsam. Ich bin seit 2006 Maler- und Lackierermeisterin. Unsere Bemühungen, unseren Nachwuchs selbst auszubilden, sind aber leider gescheitert.

Besondere Leistung(en):

Wir sind spezialisiert auf mineralische Produkte – unser Anspruch war immer, dass unsere Arbeiten „halten". Dass das, was haltbar ist, auch ökologisch ist und für ein gesundes Raumklima sorgt, ist eher ein Nebeneffekt. Wir führen unsere Arbeiten noch traditionell aus, das heißt, wir schlämmen unsere KEIM-Fassaden noch und bauen den Untergrund richtig auf, wir schlagen noch Putz ab und verputzen neu usw. Ziel unserer Arbeit war immer Handwerk zu machen, auf das man mit Stolz blicken kann. Und genau das machen wir auch.

Produkt- und Leistungsangebot des Betriebs:

Wir machen alles, was der Maler macht, alles, was der Gipser macht, und auch die Böden legen wir selber. Unser Schwerpunkt sind fachgerechte Altbausanierungen, bei denen die wertvolle Altbausubstanz erhalten bleibt. Wir stellen sogar Holzfenster wieder her und lackieren diese von Hand. Am Anfang wurden wir oft für unsere Arbeitsweise belächelt. Jetzt belächelt uns keiner mehr. Unsere Kundschaft nimmt auch längere Wartezeiten in Kauf. Am Anfang hatten wir eher kleinere Aufträge, mittlerweile bekommen wir auch Altbausanierungen angeboten, die für einen Betrieb von unserer Größe eine echte Herausforderung sind.

Geplanter weiterer Karriereweg:

Wir sind sehr dankbar dafür, wie wir unseren Betrieb führen können. Man schluckt vielleicht manchmal, wenn man von uns ein Angebot sieht, aber wir verdienen letztlich viel weniger am Objekt als ein anderer, der dann die Substanz zerstört. Selbst wenn man's nur auf 5 Jahre rechnet, sind wir schon wieder deutlich wirtschaftlicher. Wir haben Kunden, die uns wegen des nachhaltigen Arbeitens und der gesunden Materialien anfragen, die meisten sind aber „Häuslesbesitzer", die etwas Gutes wollen, und Geschäftsleute, die einfach wirtschaftlich denken. Wir müssen nie eine Mahnung schreiben. Unser Wunsch ist, dass wir den Betrieb, so wie er ist, erhalten können.

Netzwerke:

Wir sind in der sehr glücklichen Lage, dass wir in der Regel für Privatkunden arbeiten, die wir mittlerweile sehr lange kennen. Die meisten Kunden kommen auf Empfehlung. Wir sind, denke ich, in erster Linie für unsere mineralischen Arbeiten bekannt. Gleich an zweiter Stelle aber für unsere zeitlosen Farbgestaltungen, zum Beispiel mit den berühmten LeCorbusier-Farben. Solche Kunden kommen auch über die Homepage und auch damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Man merkt ja gleich beim ersten Gespräch, ob's passt.

Kontaktdaten:

Malerwerkstatt Hachtel
Hindenburgstr. 2
75334 Straubenhardt
Telefon: 07082 4299684
Mobil: 0174 3216033
info@Malerwerkstatt-Hachtel.de
www.Malerwerkstatt-Hachtel.de

Quelle/Bildrechte: Malerwerkstatt Hachtel

 

 

Das sagt die zuständige Handwerkskammer:

„Wir reden derzeit sehr viel von Digitalisierung und Veränderungsprozessen. Dieser Betrieb zeigt, wie ich finde, sehr gut, wie die Tradition und die Liebe zum Handwerk in die heutige Zeit integriert werden kann. Mit der Arbeit im Sanierungsbereich trägt die Gründerin zum Erhalt von Substanz maßgeblich bei und unterstützt damit die Idee der Nachhaltigkeit."

Jörg Fuchs
Betriebswirtschaft
Handwerkskammer Karlsruhe

Interview:

Was war für Sie die Motivation zur Selbständigkeit?

Was ist Ihre Geschäftsidee?

Was waren die wichtigsten Schritte auf dem Weg zur Selbständigkeit?

Welche Hürden empfanden Sie bei Ihrer Betriebsübernahme als besonders hoch?

Was würden Sie, trotz erfolgreicher Gründung, aus heutiger Erfahrung anders machen?

Haben Sie daraus Konsequenzen für Ihre berufliche Zukunft gezogen?

Konnten Sie aus Ihrer Tätigkeit im Angestelltenverhältnis Tipps/ Hinweise in die Selbständigkeit übernehmen?

Haben Sie im Gründungsprozess externe Unterstützung in Anspruch genommen?

Welche Philosophie/welches Motto begleitet Sie durch Ihren Alltag?

Was sehen Sie als größte Stärke Ihres Unternehmens?

Welche Visionen/Ziele haben Sie?

Welchen Hinweis möchten Sie Neugründern mitgeben?
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