Erfolgreicher Start für das Nachfolgenetzwerk Baden-Württemberg

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Das Nachfolgenetzwerk Baden-Württemberg ist ein vom BMWK gefördertes Projekt im Rahmen der Initiative „Unternehmensnachfolge - aus der Praxis für die Praxis" mit 3-jähriger Laufzeit. Seit gut 1,5 Jahren sind die Handwerkskammern Region Stuttgart, Karlsruhe und Freiburg nun im Projektverbund unterwegs.

Die Arbeit im Projekt war natürlich, wie überall, stark geprägt durch die Umstände der Corona-Pandemie. Sehr vieles, was in Präsenz geplant war, musste nun online abgebildet werden – das Hauptanliegen war die Information und Sensibilisierung unterschiedlicher Zielgruppen in Hinblick auf die Attraktivität und die Chancen einer Selbstständigkeit im Handwerk, insbesondere der Unternehmensnachfolge.

Gerade die Schulen und Hochschulen waren zu Beginn des Projektes stark mit der eigenen Organisation beschäftigt, so dass der Zugang zu den Zielgruppen der Schülerinnen und Schüler sowie der Studierenden der technischen Studiengänge deutlich erschwert war. Aber auch bei den weiteren Zielgruppen wie bspw. den Meister:innen, Gesell:innen und Quereinsteiger:innen war das Platzieren der Botschaften rein online eine große Herausforderung.

Umso erfreulicher ist es, dass mittlerweile über 20 Online-Veranstaltungen mit Themen rund um die Unternehmensnachfolge einen regen Zulauf hatten und die jeweiligen Schwerpunktziele der drei Verbundpartner-Kammern gut verfolgt werden konnten. Seit dem Frühjahr 2022 werden nun auch zunehmend Präsenzveranstaltungen angeboten.

Das Angebot

Die HWK Karlsruhe bildet den Schwerpunkt „Nachfolgecoaching" ab.

Hier geht es neben der Sensibilisierung der Zielgruppen in der letzten Stufe eben auch stark um die Begleitung von potentiellen GründerInnen. Da Frauen in der Nachfolge häufig unterrepräsentiert sind, wurde erfolgreich ein Netzwerk für Frauen in der Unternehmensnachfolge etabliert. Ergänzt wurde das Angebot insgesamt auch durch eine Reihe „Handwerker vor Ort", bei der die Veranstaltung jeweils in einem Handwerksbetrieb stattfindet, der Betrieb sich vorstellt und über ein interessantes Schwerpunktthema, z.B. Betriebsübernahme innerhalb der Familie oder durch Quereinstieg, berichtet.

Die HWK Region Stuttgart bildet den Schwerpunkt „Offensive Unternehmertum".

Sie hat neben etlichen Webinaren und virtuellen Präsentationen bei Meisterschulen hervorragende Best-Practice-Videos produziert und damit sehr ansprechende Reichweiten erzielt. Zudem wurde von August bis Dezember vergangenen Jahres eine große Social Media Aktion über Facebook bzw. Instagram gestartet, bei der auch mit Hilfe von sog. Zitatboxen der Best-Practice Protagonisten für die Chancen und die Attraktivität der Unternehmensnachfolge geworben wurde.

Die HWK Freiburg hat den Schwerpunkt „Nachfolgeakademie" übernommen.

der neben der Durchführung einer Vielzahl von Veranstaltungen aus dem Themenspektrum der Unternehmensnachfolge insbesondere die Gründung eines Meisternetzwerks im Fokus hatte. Ob mit Hilfe von Stammtischen, Werkstattgesprächen oder Fachvorträgen, es geht einfach darum den jungen MeisterInnen eine Plattform zum Austausch und zur Weiterbildung zu geben, um sie damit auch an die Kammerorganisation zu binden (nicht zuletzt auch für Ehrenamtsaufgaben) und für die Unternehmensnachfolge zur werben. Die Attraktivität einer Beteiligung am Meisternetzwerk wird darüber hinaus noch durch spannende Events wie bspw. einer Italienreise nach Vincenca gesteigert.

Neben den drei Verbundpartner-Kammern wurden alle weiteren HWKs in Baden-Württemberg als Unterstützerkammern mit ins Boot genommen. In einem regelmäßig stattfindenden Forum „Austausch und Wissenstransfer" werden die entwickelten Formate und Instrumente reflektiert.

Weitere Informationen zum Nachfolgenetzwerk finden Sie auch in unserer Projektvorstellung.

 

Text:

Dr. Dirk Frederik Gebert

Koordinierungsstelle Nachfolgenetzwerk Baden-Württemberg

(Stand: Juli 2022)

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